Seit einigen Wochen bewegt die Zukunft des Ärztehauses Prohlis die Gemüter. Die im Ärztehaus eingemieteten Praxen sichern einen Großteil der medizinischen Grundversorgung im Stadtteil. Geht es nach dem Willen der Verwaltung, soll das Ärztehaus bis zum Jahresende freigezogen werden, um Baufreiheit für den Neubau eines Azubi-Wohnheimes zu schaffen. Den Mietern wurde durch die Landeshauptstadt bereits gekündigt.
Als CDU sehen wir den Erhalt der wohnortnahen ärztlichen Versorgung als essenziell für den Stadtteil Prohlis an.
Die Verwaltung hat nun eine Vorlage in den Stadtrat eingebracht, mit der der Stadtrat zwei Flurstücke, auf denen bisher das Ärztehaus steht, in die STESAD einlegen soll. Die STESAD wird bauausführend für das Azubi-Wohnheim sein. Zu dieser Vorlage hat die CDU bereits frühzeitig einen Änderungsantrag zur Ergänzung der Beschlussvorlage eingebracht.
Mario Schmidt, Stadtrat für den Wahlkreis Prohlis:
„Die Verdrängung von bestehenden Angeboten zugunsten neuer Projekte lehnen wir entschieden ab. Die im Ärztehaus eingemieteten Ärzte wurden durch die Ankündigung der Verwaltung kalt erwischt. Im Sinne der Daseinsvorsorge müssen wir als Stadt dafür sorgen, dass für die Ärzte zunächst neue Flächen gefunden werden, bevor das Gebäude geräumt und abgerissen wird. Die Verwaltung als Vermieter darf sich hier keinen schlanken Fuß machen!“
Mit unserem Änderungsantrag beauftragen wir die Verwaltung, den Vollzug der Räumung des Gebäudes so lange auszusetzen, bis den Mietern adäquate und vor allem ortsnahe Angebote unterbreitet wurden.
Falls notwendig, soll das Baufeld für das Azubi-Wohnheim angepasst werden. Die Fläche zwischen Ärztehaus und Prohliser Allee ist dafür ausreichend groß. Die Planungen befinden sich in einem so frühen Stadium, dass eine Baufeldverschiebung noch möglich ist.
Presse:
Sächsische Zeitung: Abriss-Stopp für Dresdner Ärztehaus gefordert (€)