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Betreiberwechsel im Ukrainischen Zentrum

Expertise des Plattform Dresden e.V. sollte nicht unbeachtet bleiben

Im Rahmen der Haushaltsverhandlungen hat der Stadtrat im März 2025 beschlossen, das Ukrainische Zentrum weiterhin mit 100.000 Euro jährlich zu unterstützen. Mit dieser Entscheidung bekennt sich die Stadt Dresden klar zur fortgesetzten Unterstützung von Menschen aus der Ukraine, die bei uns Schutz suchen.

Die anhaltend dramatischen Bilder aus der Ukraine machen deutlich: Die Notwendigkeit, Geflüchtete aus der Ukraine in Dresden zu begleiten und zu integrieren, ist nach wie vor hoch. Aktuell leben rund 10.000 Ukrainerinnen und Ukrainer in der Landeshauptstadt – sie stellen damit die größte Gruppe ausländischer Bürgerinnen und Bürger in Dresden dar.

Um den Fortbestand des Ukrainischen Zentrums zu sichern, wurde die Verwaltung mit der Umsetzung beauftragt. Der gewählte Weg war ein Interessenbekundungsverfahren, an dem sich vier Träger beteiligten. Das Ergebnis steht nun fest: Der Ausländerrat Dresden e.V. wird das Zentrum für die kommenden zwei Jahre betreiben.

Thomas Lehmann, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, erklärt dazu:
„Das Vorgehen der Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Kaufmann (Die Linke) entspricht nicht dem Ansinnen des Stadtrats. Die Intention war klar: Erhalt des bisherigen Angebots. Wir schätzen die Arbeit der Plattform Dresden e.V. sehr und wollten sie unterstützen. Die hohen Anforderungen in der Ausschreibung und die fehlende Begleitung des Vereins bei der Antragstellung lassen Zweifel daran, dass das Sozialamt den Auftrag des Stadtrats überhaupt umsetzen wollte.

Für eine erfolgreiche Arbeit des Ukrainischen Zentrums ist ein belastbares Netzwerk unerlässlich. Damit das Projekt auch künftig die gewünschte Wirkung entfalten kann, sollten die vorhandenen Expertisen beim Ausländerrat Dresden und bei Plattform Dresden e.V. sinnvoll gebündelt und zusammengeführt werden."

Presseecho: >>Sächsische Zeitung, >>DNN (€)